EU Biozid-Richtlinie: Aus für Naturstoffe zur Schädlingsbekämpfung

Information: www.chemie.de/news/56025/eu-biozid-richtlinie-aus-fuer-naturstoffe-zur-schaedlingsbekaempfung.html

Biozide : Was ist das Problem?

Biozide dienen dazu, Schadorganismen zu töten oder abzuwehren. Sie wirken zum Beispiel darüber, dass sie das Nervensystem lähmen oder die Vermehrungsfähigkeit von Schadorganismen beeinträchtigen. Das macht sie gleichzeitig auch potenziell gefährlich für Mensch und Umwelt. Aufgrund ihrer Risiken dürfen Biozid-Produkte erst dann in den Verkehr gebracht werden, wenn sie durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zugelassen worden sind.

Information: www.bmub.bund.de/P573/

Medikamente gelangen ins Grundwasser

Download: WK-Artikel_Medikamente_Grundwasser_15_06_241

Weser-Kurier vom 24.06.2015
Studie des Umweltbundesamtes
Medikamente gelangen ins Grundwasser
Silke Looden 23.06.2015 2 Kommentare

Rückstände von Tierarzneimitteln im Grundwasser hat das Umweltbundesamt (UBA) in den viehreichen Landkreisen Cloppenburg und Vechta sowie in der Grafschaft Bentheim nachgewiesen. Sechs Messstellen weisen laut Studie auffällige Werte auf. Der Vizepräsident des Umweltbundesamtes Thomas Holzmann fordert einen Grenzwert für Tierarzneimittel im Grundwasser festzulegen.

TrinkwasserVO vom 01.11.2011

Filme und Berichte über die neue Trinkwasser-Verordnung: (Pufferzeit ca. 15 bis 50 Sekunden)

Hamburg Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Anzeige- und Prüfpflicht für große Trinkwasserinstallationen: Geänderte Trinkwasserverordnung für besseren Verbraucherschutz tritt am 1. November in Kraft – Privathaushalte sind nicht direkt betroffen (27.10.2011)

Am 1. November tritt bundesweit die novellierte Trinkwasserverordnung in Kraft. Durch neue Vorgaben zur Anzeige- und Untersuchungspflicht wird der Schutz der Verbraucher vor mikrobiologischen und chemischen Belastungen gestärkt. Betroffen von den Neuregelungen sind insbesondere Inhaber von größeren Hausinstallationen und gewerbliche oder öffentliche Anbieter, wie etwa Sportstudios, die erwärmtes Trinkwasser an Mieter oder Kunden, z.B. in Duschen, abgeben. Privathaushalte wie auch Ein- oder Zweifamilienhäuser sind von den Neuregelungen nicht direkt betroffen.

„Schon die Bezeichnung Trinkwasser alleine steht für eine gesunde Wasserqualität“, so Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Die neue Trinkwasserverordnung gibt den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland noch mehr Sicherheit, dass sie das warme Wasser in ihrer Wohnung oder im Fitness-Studio ohne Bedenken nutzen können. Insbesondere der Schutz vor Legionellen wird durch die neuen Vorgaben verbessert.“

Zum Schutz der Verbraucher wurde in die neue Verordnung eine Anzeige- und Untersuchungspflicht für Großanlagen zur Trinkwassererwärmung aufgenommen. Danach hat der Unternehmer und sonstige Inhaber einer solchen Hausinstallation dem zuständigen Bezirksamt die Anlage anzuzeigen, wenn

  • die Abgabe des Trinkwassers im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit erfolgt und
  • die Großanlage ein Speichervolumen von mehr als 400 Liter und/oder eine Rohrleitungsvolumen von mehr als drei Liter zwischen der Erwärmungseinheit und dem Wasserhahn oder Dusche besitzt.

Eine gewerbliche Abgabe liegt z.B. bei einer Vermietung vor. Auch Sportanlagen, Vereine oder Schulen, die ihren Kunden, Mitgliedern oder Besuchern Duschen zur Verfügung stellen, sind von den Neuregelungen betroffen. Ausnahmen bilden Anlagen in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Diese sind grundsätzlich nicht anzuzeigen. Nicht betroffen von den Neuregelungen sind auch beispielsweise Waschbecken in Restaurants oder Duschen für Mitarbeiter in Werkstätten, da hier die Trinkwasserabgabe im Gegensatz zu Sportanlagen nicht unmittelbarer oder mittelbarer Bestandteil der angebotenen und entsprechend vergüteten Leistung ist.

Mit der Anzeige der Anlage ist die Verpflichtung verbunden, einmal jährlich eine Untersuchung auf Legionellen durch eine zugelassene Prüfeinrichtung durchführen zu lassen. Die Ergebnisse sind dann den zuständigen Behörden, in Hamburg die Verbraucherschutzämter in den Bezirken, zu übermitteln. Da die Übertragung von Legionellen über eingeatmetes Aerosol erfolgt, wird die Untersuchungen nur dort erforderlich, wo Duschen oder andere Einrichtungen betrieben werden, bei denen es zu einer Vernebelung von Trinkwasser kommt (wie z.B. auch in Whirl-Pools).

Im Rahmen der Neuregelung wurden auch spezielle Grenzwerte festgelegt: Für Legionellen wird erstmals ein so genannter technischer Maßnahmewert von 100 pro 100 Milliliter festgeschrieben. Wird dieser Wert überschritten hat der Unternehmer bzw. sonstige Inhaber unverzüglich technische Schutzmaßnahmen zu ergreifen, das zuständige Bezirksamt zu informieren und weitergehende Untersuchungen durchzuführen.

Ein weiterer Schritt der Neuregelungen tritt am 1. Dezember 2013 in Kraft. Ab dann gilt für das Installationsmaterial Blei ein niedrigerer Grenzwert. Dieser wird von 0,025 mg/l auf 0,01 Milligramm pro Liter gesenkt. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) empfiehlt deshalb bereits jetzt vorhandene Bleiinstallationen auszutauschen. Denn mit dem Inkrafttreten des niedrigeren Grenzwertes sind Unternehmer und Inhaber von Hausinstallationen verpflichtet, betroffene Verbraucher zu informieren, falls noch Leitungen aus Blei vorhanden sind.

Weitergehende Informationen zur Trinkwasserverordnung stehen unter www.hamburg.de/trinkwasser zur Verfügung. Dort sind entsprechende auch Formulare für die Anzeige von Großanlagen zur Trinkwassererwärmung, wie auch Listen mit Trinkwasserlaboren abgelegt.

Kontaktmöglichkeit: Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Rico Schmidt Pressesprecher, Billstraße 80, 20539 Hamburg

Spiegel Online

Die Gefahr lauert im Trinkwasser: Legionellen-Keime können lebensbedrohlich sein. Ab November sollen Vermieter deshalb Millionen Warmwasseranlagen überprüfen lassen. Doch das Verfahren ist bürokratisch – und am Ende müssen die Mieter zahlen.

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet auf:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,794465,00.html

Weitere Informationen auf Spiegel-Online:

Legionellen: Automatik-Wasserhähne sind Bakterienschleudern
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,754313,00.html

Bakterienbelastung: Experten bemängeln Studie über Keime im Trinkwasser
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,777908,00.html

Der Berliner Mieterverein

Neue Trinkwasserverordnung: Legionellen-Untersuchung umstritten. Im März 2009 versprach Benedikt Schäfer vom Umweltbundesamt für die Novellierung der seit 2003 geltenden Trinkwasserverordnung „Änderungen mit dem Ziel der Entbürokratisierung“. Jetzt liegt der Referentenentwurf vor – und die Richtlinien sind noch komplizierter, der bürokratische Aufwand noch größer geworden.

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet auf:
http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm1209/120910b.htm

Stern.de

Bakterien im Leitungswasser: Jährliche Tests werden Pflicht. Warmwasseranlagen in Wohnhäusern müssen ab jetzt jedes Jahr auf Bakterien wie Legionellen getestet werden. Die Kosten dafür tragen die Mieter.

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet auf:
http://www.stern.de/gesundheit/bakterien-im-leitungswasser-jaehrliche-tests-werden-pflicht-1746121.html